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    Filmkunst

    Der Film ist eine Kunstform, die ihren Ausdruck in der Produktion Bewegtbild findet. In der Regel werden die Bilder mit einem Filmprojektor auf eine Leinwand geworfen oder auf einem erzeugt, von wo aus sie der Betrachter wahrnimmt.

    Bilder, die die Filmkunst schafft, sind nie real bewegt. Vielmehr entsteht die Illusion einer Bewegung dadurch, dass Einzelbilder (Frames) in schneller Abfolge gezeigt werden. Unterschiede in den Bildern werden aufgrund der Nachbildwirkung auf der Netzhaut des menschlichen Auges ab einer Geschwindigkeit von etwa zwölf Bildern pro Sekunde als Bewegung wahrgenommen.

    == Bedeutungswandel des Begriffs Film ==

    Ursprünglich verstand man unter Film (engl. film, Häutchen) eine Dünne Schichten (z. B. einen �lfilm) oder auch eine dünne Folie. Mit der Erfindung der Fotografie und dem �bergang von der Fotoplatte zu dem flexiblen Träger aus Nitrozellulose für die Fotoemulsion wurde der Begriff Film für dieses Fotomaterial verwendet. Ebenso nannte man Szenen bewegter Bilder auf derartigem Material Film und schlie�lich wurde die ganze Kunstform als Film bezeichnet. Ableitungen wie filmen, Filmgeschäft oder Filmindustrie sind heute üblich.

    == Das Wesen der Filmkunst ==

    Die Filmkunst erfordert ein Zusammenwirken verschiedener künstlerischer Fähigkeiten, unter anderem in den Bereichen Dramaturgie, Schauspielkunst, Fotografie (Lichtdesign, Einstellungsgrö�en) und Tonkunst. Aufgrund der hohen Aufwendungen für einen Film werden im allgemeinen auch immer wirtschaftliche Fragestellungen berücksichtigt.

    Für eine Auflistung von allen beteiligten Personen, siehe: Stab (Film) Für nähere Informationen zur Herstellung eines Films, siehe: Filmproduktion

    = Geschichte =

    Leitartikel: Filmgeschichte

    Die Filmkunst baut in ihrer Technik grundlegend auf der Fotografie auf. Die eigentliche Filmgeschichte beginnt daher mit der Entdeckung des Stroboskopeffektes, der Tatsache, dass Einzelbilder zu einer Bewegung verschmelzen, wenn sie schnell genug abgespielt werden.

    Simon Stampfer erhielt 1833 ein Patent auf seine Stroboskopischen Scheiben, Franz Uchatius stellte 1853 ein System zur Bewegtbild-Projektion vor, Eadweard Muybridge (1830 - 1904) entwickelte 1872 die Phasenfotografie, kurz darauf das Zoopraxiskop.

    zeigen sie im Salon des Grand Café in Paris mit ihrem Gerät zum ersten Mal gegen Eintrittsgeld einen Film.

    1909 wird in Paris der 35-mm-Film mit der Edisonperforation normiert.

    In der späten ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelte sich mit dem Fernsehen der erste elektrisch/elektronische Ableger der bis dahin auf das Medium Film angewiesenen Filmkunst. In den 60er Jahren folgte die Videotechnik, die seit den 90ern durch die Entwicklungen in der Digitaltechnik wieder mit der Filmtechnologie zusammenflie�t.

    = Technische Ausprägungsformen =

    Die Filmkunst tritt in drei gro�en Ausprägungsformen auf, wobei die �bergänge flie�end sind: Hier ist zum einen die klassische Filmkunst, die mit Hilfe fotografischer Verfahren Einzelbilder von Ereignissen in schneller Abfolge auf Filmmaterial ablichtet. Das für Kinofilme verbreitetste Filmmaterial ist der 35-mm-Film, es gibt aber auch 8, 16 und 70-mm-Film.

    Diese Bilder werden durch Projektoren auf eine Leinwand geworfen, wo der Eindruck des bewegten Bildes entsteht.

    Zum zweiten besteht die Möglichkeit, Bilder durch elektronische Verfahren (siehe auch: Videotechnik) aufzunehmen, dies ist der Bereich des Fernsehens und der Videokunst, die - bedingt durch andere Videokamera - auch eine eigene Bildsprache entwickelt haben.

    Schlie�lich wäre zu nennen der Trickfilm, insbesondere der Zeichentrickfilm sowie seine aktuelle Fortentwicklung im Computeranimationsfilm, bei denen keine realen Vorgänge als Ganzes abgefilmt werden, sondern die Bilder einzeln durch Zeichnen, Stop-Motion, oder digitale Animation erzeugt werden. Das jüngste Sub-Genre hiervon bilden die Machinima, mittels Computerspielen erstellte Animationsfilme.

    Seit dem letzten Jahrzehnt des zwanzigsten Jahrhunderts verschwimmen aufgrund der rasanten Entwicklung der Digitaltechnologie diese technisch bedingten Unterschiede - insbesondere bei kommerziellen Produktionen - immer mehr. Dabei ist ein Trend zur zunehmenden Digitalisierung der gesamten Herstellungskette zu beobachten: Realbilder werden zunächst vom Filmmaterial ausgehend digitalisiert oder bereits direkt mit hochauflösenden Digitalkameras aufgenommen. Damit kann die technische Produktion des Filmes (Schnitt und Postproduktion) digital ablaufen, insbesondere auch durch künstlich erzeugte Bilder oder Bildteile ergänzt werden. Schlie�lich eröffnet das Vorliegen eines fertigen Filmes im Digitalformat neue Formen der Vermarktung: So werden für Filme zunehmend zusätzliche Szenen vorgesehen, die nicht im Kino, jedoch auf DVDs zu sehen sind; digitale Streaming-Technologien erlauben über das Internet neue Arten des Verkaufs von Filmen. Für die klassischen Filmtheater wird der digitale Film zwar meist noch auf herkömmliches Filmmaterial umkopiert, doch sind rein optoelektronische Projektionsverfahren bereits in der Erprobung.



    Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Filmkunst aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.